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Wir forschen für Ihre Gesundheit

Neue Therapieoptionen, abgesicherte Empfehlungen zur Nachsorge, effektive Möglichkeiten zur Prävention – die medizinische Forschung ist im Fluss. Um unseren Patientinnen und Patienten hilfreiche und zeitgemäße Unterstützung zu bieten, beteiligen wir uns immer wieder an praxisnahen Forschungsprojekten. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl laufender Projekte; bereits Publiziertes finden Sie hier.

Wir unterstützen

ifr Ulm - Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung

Als Zustifter unterstützen wir die Arbeit des ifr Ulm - Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung. Am Institut werden aktuelle Fragestellungen auf dem Gebiet der Rehabilitationswissenschaften und der Prävention erforscht. Es wird an Konzepten, Methoden und Strukturen für die klinik- und praxisnahe Forschung und für die rehabilitationsmedizinische Versorgung gearbeitet. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen auf den Gebieten der Versorgungsforschung und klinischen Forschung. Zudem engagiert sich das Institut auf dem Gebiet der Lehre in der Rehabilitationsmedizin.

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Webbasierte poststationäre Nachsorge für depressiv erkrankte Männer

Forschungsprojekt "Viadukt"

Obwohl die positiven Effekte stationärer psychosomatischer Rehabilitation empirisch gut belegt sind, bedarf es häufig weiterführender therapeutischer Maßnahmen, um eine dauerhafte Stabilisierung und effektive Rückfallprophylaxe zu gewährleisten. Hier bieten digitale Kommunikationstechnologien innovative Möglichkeiten zur nahtlosen Verknüpfung von stationärer Behandlung und ambulanter Nachsorge. Die Effektivität von internet- und mobilebasierten Interventionen im Bereich depressiver Erkrankungen ist mittlerweile empirisch gut belegt.

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    Zielgruppe der Studie waren depressiv erkrankte Männer, da in dieser Gruppe die Inanspruchnahme ambulanter Unterstützungsangebote gering ist. In der Viadukt-Studie wurden zwei Bedingungen verglichen: Die Experimentalgruppe nahm an einer webbasierten Nachsorge in Form eines modularen und von psychologischen Psychotherapeuten begleiteten Depressionsprogramms teil. Der Kontrollgruppe standen sämtliche Nachsorgeangebote im Rahmen der Routineversorgung zur Verfügung. Ziele der Studie waren die Verstetigung der Effekte der stationären Depressionstherapie und der Transfer des in der Klinik Gelernten in den Alltag.

    In der Rekrutierungsphase von November 2015 bis Dezember 2016 nahmen 371 Personen an wöchentlichen Informationsveranstaltungen teil, in denen die Studie vorgestellt und zur Teilnahme eingeladen wurde. 178 Personen willigten ein und wurden kontrolliert-randomisiert zu gleichen Teilen auf die beiden Studienbedingungen verteilt.

    Von 89 Teilnehmern schlossen 25 das komplette Nachsorgeprogramm mit 12 Modulen über sechs Monate ab. Durchschnittlich bearbeiteten die Teilnehmer 6,6 Module, was im Vergleich mit anderen internetbasierten Interventionen eine gute Adhärenz belegt. 31 Teilnehmer der Experimentalgruppe wurden bei Krisen zusätzlich telefonisch von den Projekttherapeuten betreut.

    Die Zufriedenheit der Teilnehmer an dem Viadukt-Programm war durchgängig hoch. Besonders geschätzt wurden die persönlichen Rückmeldungen der Nachsorgetherapeuten, die aus der Klinik bereits bekannt waren, sowie die inhaltliche Verknüpfung zwischen den in der Klinik vermittelten Inhalten und der Unterstützung bei deren Umsetzung im Alltag. Nachdem sich die Depressionswerte aller Studienteilnehmer im Verlauf der stationären Behandlung signifikant verbessert hatten, konnten wir im Nachbeobachtungzeitraum von 10 Monaten nach Ende des stationären Aufenthalts eine erfreuliche Stabilität der Verbesserungen feststellen. Allerdings fanden wir keine signifikanten Vorteile für die Teilnehmer an der webbasierten Nachsorge im Vergleich mit der Kontrollgruppe.

    Fazit:
    Internetbasierte Nachsorge stellt eine machbare und von den Betroffenen positiv bewertete Interventionsform für depressiv erkrankte Männer dar. Damit eröffnen sich neue Behandlungsoptionen für eine Gruppe, die durch traditionelle Angebote wie ambulante Psychotherapie nur eingeschränkt erreichbar ist. Weitere Forschung sollte die Frage klären, für welche Personen dieser Zugang besonders geeignet und wirkungsvoll ist.

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  • Publikation

    Jakob, T., Poppelreuter, M., Baumeister, H., Mittag, O. & Geigges, W. (2018). Der Weg zurück in den Alltag - Entwicklung einer internetbasierten Reha-Nachsorge für depressiv erkrankte Männer. Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation, 102 (2), 131-142.

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Gesund leben auch nach der Reha

Heidelberger Kompetenztraining (HKT)

Seit März 2013 wird in der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl eine wissenschaftliche Studie mit dem Heidelberger Kompetenztraining zur Förderung der Nachhaltigkeit der Reha-Maßnahme durchgeführt. Das Heidelberger Kompetenztraining (HKT) ist ein psycho-edukatives Verfahren, das praxistaugliche Strategien vermittelt, um individuelle Ziele besser zu erreichen. Ziel der Studie ist, die Rehabilitanden beim Aufbau eines gesunden, aktiven Lebensstils zu unterstützen, den sie auch nach der Reha im Alltag fortführen sollen. Ziele sind z. B. die Verminderung der kardiovaskulären Risikofaktoren durch mehr Bewegung, Gewichtsabnahme, Verbesserung eines vorbestehenden Diabetes mellitus und ein mentales Coaching als Unterstützung des Nichtrauchertrainings. Die Studie wird über 2 Jahre durchgeführt und schließt insgesamt 200 Patientinnen und Patienten ein. Erste Langzeit-Ergebnisse werden für 2015 erwartet.

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